Nach der Rückkehr des DIY (Do-It-Yourself) scheint sich daraus nun ein neuer Trend entwickelt zu haben: Gerade haben zwei neue Läden in Zürich in der Schweiz aufgemacht, die beide das Konzept «neu mit alt» überzeugend auf ihre Art umsetzen.
Lashlings im Kembo Nui
Die Lashlings sind farbenfrohe, comicartige Figuren. Sie bilden eine aussergewöhnliche Welt, für alle die es bunt und verspielt mögen.
Kembo Nui startete als Atelier für Illustration und Gestaltung von Alexandra Gysling, im Sommer 2008 eröffnete sie nun den gleichnamigen Laden an der Uetlibergstrasse in Zürich in der Schweiz.
Allerlei Objekte, welche grösstenteils aus dem Brockenhaus stammen, werden geschliffen, ausgebessert und mit Lashlings bemalt.
Atelier-Flair im Kembo Nui
Textiles wie Kissen, Lampenschirme und Hocker wird mit Lashlings-Motiven bedruckt und bezogen. Farbig und frech ist das Universum von Gysling, betörend die langen Wimpern, Kennzeichen der Lashlings.
«Meine Welt ist bunt, verspielt und vielschichtig. Seit meiner Kindheit ist es mir ein Bedürfnis meinen eigenen Kosmos zu kreieren - fasziniert von Farben und Formen und fortwährend auf der Suche nach dem Aussergewöhnlichen.» erzählt Alexandra Gysling, der man die Inspiration zu den schönen langen Lashlings-Wimpern abschauen kann.
«Am besten verkaufen sich die T-Shirts. Bei den Möbeln verstehen viele Leute nicht, dass das alles Handarbeit ist und deshalb auch seinen Preis hat.» sagt Gysling. Die Motive werden von ihr ohne Schablone von Hand auf die Möbel gemalt.
raum49
Neben ihrem ersten Laden in Basel haben die beiden Innenarchitektinnen Marisa Wagner und Bettina Ginsberg an der Stauffacherstrasse neben der Bäckeranlage einen Zweitladen eröffnet. Second-hand Produkte von bekannten Designern sowie ausgewählte no-name Stücke stehen hier zwischen neuem Design.
Herd aus Karton mit vier Modulen. Fabrikat der Schweizer Firma Timuk
raum49 sammelt Spielsachen der Schweizer Firma Wisa-Gloria. Hier ein second-hand Holzlastwagen
«Diesen Wagen mit der Schrift zu restaurieren würde viel zu teuer kommen»
Schöne Auswahl an Altem und Neuem - der Fussball stammt von der Weltmeisterschaft 1966
Für die Kleinen werden Möbel, Spielsachen und Accessoires präsentiert; eine bunte Mischung aus Modernem, Klassischem und Nostalgischem, darunter auch vieles in handgefertigten Kleinserien.
Stühle: alle second-hand aus verschiedenen Ländern
Die gehäkelten Kinderschuhe sind ein Fair-Trade Produkt aus Kirgistan und werden von der Schweizer Firma Hundh vertrieben.
Die Besitzerin Marisa Wagner erzählt, dass vor allem Touristen die Stücke schätzen, bei denen die Patina deutlich zu sehen ist und die dadurch einen speziellen Charme ausstrahlen.
Marokkanischer Teppich von der Teppichsammlung des Schweizers Hersberger / Affe: Anne-Claire-Petit, Holland
Holzzug von Antonio Vitali, Schweiz
«Dieser Zug ist eigentlich unverkäuflich, es ist eines meiner Lieblingsstücke» - Marisa Wagner
Die Netztaschen wurden auf einer Reise entdeckt. Produziert werden sie in Deutschland
In den Ladenräumlichkeiten zeigt raum49 in regelmässigen, thematischen Ausstellungen ausgesuchte Möbel und Accessoires für Gross und Klein.
In einer Behindertenwerkstatt lassen Marisa Wagner und Bettina Ginsberg alte Weinkisten-Unikate zu Nachttischchen umrüsten