Als Vitra im vergangenen Jahr aus Anlass von Charles Eames 100. Geburtstag eine auf 2000 Stück limitierte Auflage des Plywood Elephant lancierte, stieß das auf eine erfreulich große Resonanz. Die 1945 entworfenen, aber nie zuvor in Serie produzierten sympathischen Dickhäuter waren - trotz ihres vergleichsweise hohen Preises, der sich durch erhebliche Herstellungskosten erklärt - im Nu ausverkauft. Die Mehrheit der Käufer wird die Plywood Elephants freilich nicht als Spielzeug, sondern als Sammlerstück erstanden haben. Das macht bei einem so schönen Objekt und angesichts der limitierten Auflage zwar durchaus Sinn, erschien aber insofern bedauerlich, als die Eames den Elephant ursprünglich durchaus für den Kindergebrauch konzipiert hatte (dass damals nichts daraus wurde, lag übrigens vor allem an zu hohen Produktionskosten und mangelnden Vertriebmöglichkeiten).
Vor diesem Hintergrund hat sich Vitra entschlossen, eine aus Kunststoff gefertigte Version des Elephant zu entwickeln, die ihn auch preislich „kindergerecht" macht. Der Materialwechsel, der dies ermöglichte, entspricht nicht nur den ursprünglichen Intentionen der Designer, sondern auch einem Motto, unter dem viele ihrer Entwürfe entstanden: „The most of the best to the greatest number of people for the least." In diesem Zusammenhang sei nur darauf verwiesen, dass Charles und Ray Eames - als erste Designer überhaupt - 1950 auf das damals in der Möbelindustrie noch unbekannte Material Kunststoff setzten, um damit körpergerecht geformte und vergleichsweise preiswert produzierbare Sitzschalen zu entwickeln.
Ebenso wie heute die Kunststoffsitzschalen der Eames, wird auch der Plastic Elephant aus Polypropylen hergestellt. In fünf Farben (Rot, Hellrosa, Eisgrau, Dark lime und Weiss) lieferbar, wird er – ob als Spielzeug oder als Objekt fürs Kinderzimmer genutzt – bald so manches Kinder- und Elternherz höher schlagen lassen.
Selbstverständlich verfügt der Eames Plastic Elephant über die bei Spielgeräten gängigen GS und CE Sicherheits-Zertifikate.