Ein Teddybär weckt bei uns Erinnerungen an ein weiches, liebgewonnenes und meist schon abgenutztes Stück Pelz. Oder aber an die high-class Teddy-Sammlung der Tante. Nun will Designer Bruno Oro de Abreu den besten Freund revolutionieren und zum besten Lehrer umfunktionieren. Dilus, ein elektronischer Teddybär, soll der Konversation, der Sozialisierung und dem Unterricht dienen. Dank holografischer Technologie können die Kinder mit dem Bär interagieren. Dies soll über Mail, Bluetooth, Messenger und andere Systeme möglich sein.
Die Oberfläche des neuen Freunds kann individuell gestaltet und den persönlichen Vorlieben angepasst werden. Ist es aber nicht eben ein soziales Phänomen, dass wir unsere Freunde nehmen, wie sie sind?
Gestartet wurde das Projekt ursprünglich während einer Feldforschung an Kindern, welche längere Zeit im Spital verbringen. Der Bär soll die Effekte der Isolation wie verpasster Unterricht und fehlendes soziales Umfeld überbrücken. Die menschliche Nähe wird durch Polymere, welche dem Bären eingesetzt wurden, vorgetäuscht und soll so zu schöner Haut führen.
Es bleibt die Frage, ob dies die Antwort auf die verarmte Phantasie einer neuen Generation von Kindern oder einfach die zeitgemässe Entwicklung einer neuen Generation Spielzeug ist.